Meine Reiseapotheke

Ich sitze auf der Terrasse, lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen, nippe an meinem Getränk und warte auf meine Bestellung. Es sieht toll hier aus. Man kann über die ganze Stadt gucken. Und warm ist es! Bestimmt an die 30 Grad obwohl die Sonne schon bald untergeht. Endlich kommt mein Essen: Nudeln mit einer fettigen Soße, typisch für diese Region. Wow, denke ich, denn es schmeckt super, doch schon kurz nachdem ich fertig gegessen habe, bemerke ich das Grummeln in meinem Bauch.
Am Abend liege ich im Bett und habe Durchfall und Bauchschmerzen. Vor allem im Urlaub kann es schnell passieren, dass man Magenprobleme bekommt. Kommt euch das bekannt vor? Man wird schneller krank, als man denkt. Sei es wegen der Umstellung des Klimas, durch das ungewöhnliche Essen oder schlicht und einfach durch das Wasser. Im Übrigen kann es häufig schwierig (und auch recht teuer) werden, passende Medikamente schnell aufzutreiben.
Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, ist es demnach unerlässlich für mich vor dem Urlaub eine Reiseapotheke zusammenzustellen – variierend nach dem Reiseziel und der Reisedauer – und die wichtigsten Medikamente einzustecken. Zudem nimmt eine Reiseapotheke nicht viel Platz weg.

Im Folgenden liste ich euch die für mich wichtigsten Kategorien auf und nenne einige Beispiele an Medikamenten, die für mich gut funktionieren. Je nachdem was ihr am besten vertragt, könnt ihr eure persönliche Liste natürlich abändern. Es ist ebenfalls zu empfehlen einen Arzt zu kontaktieren, falls ihr Fragen zu Medikamenten habt oder zum Beispiel Impfungen für Malariagebiete braucht. Zuletzt vergesst nicht eure Krankenversicherungskarte einzustecken bzw. eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, falls ihr länger unterwegs seid.

Fieber und Schmerzen
Jeder kann mal Kopfschmerzen oder Fieber bekommen – auch im Urlaub. Egal ob man zu lange in der Sonne war, zu wenig Wasser getrunken hat oder schlicht und einfach zu erschöpft ist, die schmerzlichen Nachfolgen spürt wohl keiner gerne. Wichtig ist, dass man sich dann etwas Ruhe nimmt, viel Wasser trinkt und etwas schläft. Für den Fall der Fälle habe ich immer ein paar Schmerztabletten (z.B. Ibuprofen) und Kopfschmerztabletten (z.B. Thomapyrin) in meinem Beutel. Wir kennen es doch bestimmt alle: Was man mit dabei hat, braucht man im Endeffekt meist gar nicht. Dennoch gehe ich gerne auf Nummer sicher.

Erkältung
Erkältungen bekomme ich eigentlich recht selten, vielleicht ein- bis zweimal im Jahr. Durch Wetterumstellungen, Klimaanlagen oder Durchzug kann es jedoch schnell passieren, dass der Hals anfängt zu kratzen und die Nase pausenlos läuft. Da ich (wie vermutlich jeder Mensch) Erkältungen abgrundtief hasse, beuge ich bei den ersten Anzeichen meist schon vor. Das heißt im Klartext ein Tuch oder Schal um den Hals, viel Ruhe, viel Tee und viele Hustenbonbons, die gelutscht werden.
Nehmen wir doch einen meiner ersten Roadtrips in Italien letztes Jahr. Meine Freundin und ich wollten an den Strand fahren. Die Sonne schien, wir hatten die Fenster ihres Wagens etwas geöffnet oder die Klimaanlage aktiviert um der Hitze zu trotzen. Wir ließen es uns in der Sonne gut gehen, badeten ausgiebig im Meer und irgendwo dazwischen erwischte es mich dann doch. Mein Hals fing an sich bemerkbar zu machen und ich nieste in einer Tour. Gut, dachte ich mir, dann bleiben halt auf dem Rückweg die Fenster geschlossen. Doch da war es schon zu spät, denn die nächsten Tage kämpfte ich mit einer fiesen Erkältung und war heilfroh, meine kleine Reiseapotheke mit dabei gehabt zu haben.
Was für mich demnach immer von der Partie sein muss? Hustenbonbons (z.B. die von Ricola), Nasenspray (z.B. Ratiofarm Nasenspray für Kinder), Halsschmerztabletten (z.B Neo-Angin) und Tee (z.B. Bad Heilbrunner Hals- und Rachen Tee).

20171013_143741.jpgMagenverstimmung
Wie schon in der Einleitung beschrieben wurde, kann eine Ernährungsumstellung manchmal gar nicht so einfach sein. Zu fettiges, scharfes, ungewohntes Essen kann oft unangenehme Folgen haben. Doch wer möchte schon auf die ganzen Leckereien verzichten? Stimmt, keiner. Das Essen der Einheimischen zu entdecken, gehört für mich einfach mit dazu. Man entdeckt Neues und bekommt Inspiration für Gerichte, die man Zuhause nachkochen kann. Nichtsdestotrotz, kämpfe ich persönlich nicht so gerne gegen Durchfall und Bauchschmerzen an und bin heilfroh, wenn ich wieder unbeschwert mein Leben genießen kann. Kohletabletten und/ oder Durchfalltabletten (z.B Loperamid AL akut) sind deswegen immer mit dabei. Falls es euch erwischen sollte und ihr mit Durchfall kämpft, vergesst nicht genug Wasser zu trinken, da der Körper viel Flüssigkeit verliert.

Wunden
Auch wenn ich zugeben muss, dass es mir als Kind deutlich öfter passiert ist mich auf die Nase zulegen, packe ich auch heute noch immer Pflaster (z.B Hansaplast), Bepanthen Wundsalbe und eine Nagelschere ein. Zu schnell kann es passieren, dass man sich schneidet und ein Pflaster benötigt.

Sonnenschutz
Das A&O wenn man sich in der Sonne aufhält ist die richtige Vorbereitung. Nicht nur dass jeder Sonnenbrand sehr weh tut, wir können ebenfalls Spätfolgen davon tragen, denn unsere Haut ist sehr nachtragend. Dennoch lieben wir es uns in der Sonne aufzuhalten, bekommen davon gute Laune und sind glücklicher. Mein Rat ist also immer eine Sonnencreme mit SPF 30 (z.B Nivea oder Sundance) einzustecken, genauso wie Aftersun (z.B. Sunozon) um die Haut nach dem Sonnenbad wieder mit viel Feuchtigkeit zu verwöhnen.

Sonstiges
Kommen wir zur letzten Kategorie, die sich „Sonstiges“ nennt. Ein sehr weitreichender Begriff, dennoch ist er nicht weniger wichtig als die vorherigen. Gerne habe ich ein Hand Desinfektionsgel (z.B. von Isana) mit dabei. Manchmal ist es einfach nicht möglich vor dem Essen seine Hände zu waschen, zum Beispiel wenn man sich bei einem Straßenhändler einen kleinen Snack kauft. Wenn ich daran denke, was ich im Laufe des Tages so alles berühre, desinfiziere ich meine Hände lieber bevor ich etwas Esse. Wir müssen es den Krankheitserregern ja nicht zu einfach machen. Ein weiteres Essential sind für mich Augentropfen (z.B Artelc ). Besonders auf Flügen oder durch Klimaanlagen können meine Augen schnell gereizt reagieren und trocken werden. Für den Sommer würde ich noch empfehlen ein Mückenspray (z.B. Autan) einzupacken, denn wer plagt sich schon gerne mit den juckenden Stichen rum? Schon alleine das Summen einer Mücke lässt mich im Sommer aufschrecken. Ganz besonders, wenn ich feststelle, dass das Vieh mit mir in einem Zimmer eingesperrt ist! Da beuge ich dann doch lieber vor.

Was gehört für euch in jedem Fall in den Koffer? Oder nehmt ihr einfach nie Medikamente mit?

Reiseapotheke

 

 

Meine Tipps um zu vermeiden auf Reisen krank zu werden
1. oft die Hände waschen & auf die Hygiene achten
2. Viel Wasser trinken
3. Die pralle Sonne meiden
4. Mit Klimaanlagen aufpassen – eventuell Schal einpacken

 

Disclaimer: Ein verantwortungsvoller Umgang mit jeglichen Medikamenten ist ein Muss! Verwendet sie nur, wenn es nötig ist und nur nach Packungsbeilage. Checkt das Verfallsdatum und achtet auf mögliche Nebenwirkungen. Ich bin weder eine Fachfrau noch bin ich ein Arzt. Dieser Beitrag soll lediglich eine Hilfe sein, um sich für die nächste Reise vorzubereiten. 

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